Bauen auf wenig tragfähigem Grund

Referenzprojekt

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Aufgabenstellung:
Ist die Sanierung der L139 zwischen Eddelak und Kuden (Schleswig-Holstein) mit der Anlage eines Radwegs, sowie der Umbau des Knotenpunktes der Landesstraßen 139 und 276 und der Kreisstraße 5 in Eddelak zum Kreisverkehrsplatz. In der vorhandenen Fahrbahn (Dammschüttung) haben sich über die gesamte Strecke Rissschäden, Spurrinnen und Versackungen ausgebildet. Die Versackungen sind teilweise so extrem, dass sich in manchen Kurvenbereichen die Querneigung zur Kurvenaußenseite ausgebildet hat. Zusätzlich sind die Radien der Kurven so klein, dass in Verbindung mit der Querneigung und der momentanen zulässigen Höchstgeschwindigkeit der jetzige Zustand der L139 ein erhebliches Unfallrisiko darstellt. Nach der Mehrjahresstatistik der Polizeiinspektion Heide gab es in den letzten 10 Jahren (1.1.92-31.12.01) im Bereich der durchgehenden Strecke 72 Unfälle, bei denen 2 Personen getötet, 18 schwer und 24 leicht verletzt wurden.

Querschnitt: Neuplanung L139
Querschnitt: Neuplanung L139
mit daneben liegendem RadwegBild vergrößern

Besonderheiten:
Der Fahrbahnquerschnitt wird von ca. 6,00 m auf durchgehend 6,50 m verbreitert. Um hierbei den Abstand der befestigten Fahrbahn zu den Dammböschungen zu vergrößern und zur Verringerung der Dammlasten wird in diesem Bereich die Gradiente um rd. 0,40 m abgesenkt. Es ist vorgesehen, den vorhandenen Oberbau bis in eine Tiefe von rd. 0,76 m unter der geplanten Gradiente auszubauen.
Auf dem sich nach der zuvor genannten Absenkung ergebendem Planum ist rechtwinklig zur Straßenlängsachse ein Geogitter in Kombination mit einem Geotextil (Vlies G:300g/m², Geotextilrobustheitsklasse 5) einzubauen. Das Geogitter ist seitlich über das Frostschutzmaterial hoch zuführen und auf OK Frostschutzschicht mit einer Überlappungslänge von 2,00 m einzuschlagen.
In den Bereichen, in denen der Radweg höhengleich neben der Fahrbahn verläuft, ist das kombinierte Geogitter bis unter den Radweg und auch hier um die Frostschutzschicht zu führen.
Die vorhandenen, straßenbegleitenden Seitengräben sind nach Räumung mit in einem Vlies (G:300g/m², Geotextilrobustheitsklasse 4) eingehüllten Blähton (Körnung 8/18) und einer gemäß Baugrundgutachten durchzuführenden Überschüttung zu verfüllen.

Querschnitt: Sanierung L139 mit höhengleich verlaufendem Radweg
Querschnitt: Sanierung L139 mit höhengleich verlaufendem Radweg Bild vergrößern


Der Radweg südlich der L139 soll auf die vorhandene Grasnarbe auf einem vernadelten Geotextil mit einem Flächengewicht von 300 g/m² der Geotextilrobustheitsklasse 4, wo die Gradiente es zulässt, aufgesetzt werden. Das Vlies ist seitlich über das Frostschutzmaterial hoch zuführen und auf OK Frostschutzschicht mit einer Überlappungslänge von 1,00 m einzuschlagen. Ein Aufbau von 0,30 m über vorhandenem Gelände ist ausreichend. Im Kreuzungsbereich mit vorhandenen Gräben und Grüppen ist in diesen nach Räumung das Geotextil auszulegen und die Gräben bzw. Grüppen sind mit Blähton zu verfüllen, wobei der Blähton mit einem Geotextil einzuhüllen ist. Im Bereich kreuzender Wege ist zur Stabilisierung zusätzlich ein Geogitter einzubauen. Sofern eine Anhebung über das Gelände erforderlich wird, kann der Unterbau aus Blähton mit einer Umhüllung durch ein Geotextil geschaffen werden

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P R O J E K T R A H M E N

Auftraggeber

Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr, Schleswig-Holstein, NL Itzehoe

Finanzierung

Land Schleswig-Holstein

Bearbeitungszeit 2003/2004
Projektphase Leistungsphase 4
Investitionsvolumen 1,8 Mio €
B A U W E R K

Bauwerk

Fahrbahn auf Dammböschung
Sanierungslänge: rd. 2,7 km
Kreiseldurchmesser: 35,00 m

Leistungsbereich
IBB - Qualität, Leistung und Wirtschaftlichkeit
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